Montag, 30. November 2015

Rezension: Schwarzwaldruh von Eva Klingler

Wie immer ein paar Zahlen vorab:
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 285
Erscheinungsjahr: 2015
Auflage: 1
Verlag: emons:
Kosten:  € 10,90
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-95451-573-8

Wieder muss ich mich für das schlechte Bild entschuldigen.
In "Schwarzwaldruh" wird Swentja Tobler von ihrem Mann rausgeworfen und muss auf einmal ihr eigenes Geld verdienen. Dabei kommt ihr unerwartet eine "Freundin" aus ihren Society-Kreisen zu Hilfe und besorgt ihr eine Stelle in einem adligen Seniorenstift in Pforzheim. Es kommt zu Diebstählen und Swentja beginnt  zu ermitteln.
Allem in allem hat mir das Buch ganz gut gefallen. Sicherlich gibt es ein paar Schwachstellen und der Charakter von Swentja ging mir manchmal auf die Nerven (Luxuslady auf dem Trockenen), aber allem in allem war der Plot gut konstruiert. Auch das Ende war nicht so, wie ich es erwartet hätte.
Auch die Kapitelüberschriften in Form von Essen fand ich mal eine andere Idee - und hier kommt mein absoluter Kritikpunkt: Man isst bei uns nie, nie, nie, niemals Kartoffelsalat mit Mayo! Und den dann noch als schwäbischen Kartoffelsalat zu titulieren, dass geht einfach  nicht. Da bin ich eigen! Kartoffelsalat ist mit Essig, Öl und Brühe als  Salatsoße!
Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

Rezension: The Woman who Wouldn't Die von Colin Cotterill

Wie immer ein paar Zahlen vorab:
Genre: Krimi (der Verlag nennt es Dr. Siri Mystery)
Seitenzahl: 307
Erscheinungsjahr: 2013
Auflage: 1
Verlag: Quercus
Kosten:  psst...ein Geschenk
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-1-78087-834-8

Ich möchte zuerst über das Cover reden: Ist es nicht wunderbar? Entschuldigt bitte mein schlechtes Handybild, der Akku der richtigen Kamera war alle.
Die Dr. Siri- Bücher haben immer wunderschöne Cover!
Kurz zum Inhalt: Siri und seine Frau sind auf einem romantischen Kurzurlaub, beordert vom Richter Haeng. Dabei sollen sie das Grab des Bruders des Agrarminister finden.
Bei dieser Geschichte steht Daeng, Siris Frau im Mittelpunkt. Von ihr hat man die meiste Zeit nicht wirklich etwas erfahren, außer, dass sie die beste Nudelsuppe im Umkreis macht und Siri bei der Aufklärung seiner Fälle hilft - bei diesem Buch ist es anders und ich finde es gut. Mich hat die Geschichte von Daeng interessiert und man erfährt einiges, was man von ihr nicht erwartet hätte.
Die andere Geschichte, die mit dem Bruder und der Hellseherin, die tot ist und wieder nicht ist, war auch ok. Das klingt jetzt negativ, aber ich fand die Geschichte um Daeng viel spannender, wenn auch die andere Geschichte gut konstruiert war.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Samstag, 31. Oktober 2015

Der nasse Fisch von Volker Kutscher

Wie immer ein paar Zahlen vorab:
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 543
Erscheinungsjahr: 2007
Auflage: 23
Verlag: KiWi
Kosten:  € 8,99
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-462-04022-7

So für die Challenge brauchte ich noch ein Buch, dass einen berühmten Schauplatz hatte, den ich schon mal besucht hatte - ich hab zwar viele Bücher mit berühmten Schauplätzen, aber eines, wo ich mal selber war - schwierig. Da fiel mir aber die Gereon-Rath-Serie wieder ein, die ich schon länger mal lesen wollte. Es spielt in Berlin zu einer sehr spannenden Zeit - in den 1920ern und 1930ern. Man merkt richtig, wie die Nazis mehr an die Macht kommen und wie sehr sich diese Macht langsam, aber sicher einschleicht. Zudem kommt man sich richtig in die Zeit versetzt rein. Es sind auch Dinge beschrieben, die ich noch vor ein paar Monaten für unmöglich gehalten hätte - jetzt bin ich mir leider da nicht mehr so sicher (Straßenschlachten und Idioten, die einfach Häuser anzünden, anyone?!). Auf jeden Fall ist das Kriminalkommissariat am Alexanderplatz.
Gereon Rath ist aus Köln nach Berlin "versetzt" worden und ist erstmal auf der Sitte (ja, Pornographie und welche, die den Kaiser abbildet ist damals noch "ohoh"), allerdings will er eigentlich unbedingt wieder zur Kriminalpolizei und Mordfälle aufklären. Er gerät nicht nur in halblegale Machenschaften, sondern fängt auch noch eine Affäre mit der Sekretärin der Kripo an und wird dann doch zur Kripo versetzt. 
Wie schon oben beschrieben, finde ich, dass es Volker Kutscher wunderbar gelingt die Stimmung in diesen Jahren zu beschreiben und legt nebenbei noch einen soliden Krimi hin - deswegen gibt es von mir 5 von 5 Sternen.

Hamlet von William Shakespeare

Wie immer ein paar Zahlen vorab:
Genre: Tragödie
Seitenzahl: 191
Erscheinungsjahr: 2002 (diese Ausgabe, die genaue Datierung von Shakespearestücken ist immer etwas schwierig)
Auflage:?
Verlag: Wordsworth Classic
Kosten:  € 2 (ich habs gebraucht gekauft)
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-1-85326-009-6

Und wieder ein Buch für die Uni - diesmal aber eines, dass mir wesentlich besser gefallen hat. Klar, es ist Shakespeare und damit vielleicht nicht unbedingt die einfachste Kost, aber ich finde Hamlet um Welten besser als Romeo und Julia. Klar, es gibt immer noch ein paar Sachen, die ich merkwürdig finde, aber allem in allem lies sich das Buch sehr gut lesen (es gibt auch eine moderne Version, falls jemand lieber Hamlet "Oh fuck" sagen lesen will). Wie immer bei Shakespeare gibt es die große Tragödie, am Ende sind alle tot und irgendeine Person deklamiert die Moral der Geschichte. Man darf auch nicht vergessen, dass das Stück für ein Theater geschrieben worden ist, in dem keine Beleuchtung vorgesehen war, oder nur spärliche (wenn, dann nur Kerzen) und deswegen vieles uns heute komisch vorkommt. Man kann auch darüber streiten, in wie weit Ophelia wichtig ist, oder nicht. Aber das würde alles einfach zu weit führen.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension: The Stranger Beside Me von Ann Rule

Wie immer ein paar Zahlen vorab:
Genre: puh, vllt Tatsachenroman?
Seitenzahl: 625 + 42 Seiten Updated Chapter
Erscheinungsjahr: 1980 (diese Ausgabe 2009)
Auflage: ?
Verlag: Pocket Books
Kosten:  € 7,66
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-1-4165-5959-0


Wie man schon sieht, habe ich bei der Genreeinordnung meine Schwierigkeit gehabt. Ann Rule beschreibt zwar das Leben von Ted Bundy (Serienkiller aus den USA, es gibt unzählige Dokus auf Youtube dazu) und ihre Freundschaft, aber es ist so eine komische Mischung aus Tatsachen und Fiktion. Ich musste es für ein Seminar für die Uni lesen. Es gibt Stellen, die ich richtig gut finde - an denen Ann Rule sich nicht in Spekulationen ergibt, die gefühlt daher geschrieben sind, sondern an denen sie ihre persönliche Meinung schreibt. Dann hätte das Buch aber vielleicht nur 150 Seiten. Ich finde es auch merkwürdig, dass sie alle paar Jahre ein Kapitel hinzufügt - klar, den Sprung von 1980 (Jahr in dem Ted Bundy verurteilt wurde) und 1989 (Jahr in dem Ted Bundy hingerichtet wurde) ist schon nachvollziehbar. Aber der Sprung in das Jahr 2009 finde ich als Geldmacherei. 
Deswegen gebe ich dem Buch 2 von 5 Sternen.

Mittwoch, 30. September 2015

Rezension: Bones Never Lie von Kathy Reichs

Wie immer ein paar Zahlen vorab:
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 456
Erscheinungsjahr: 2014
Auflage: 1
Verlag: Arrow Books
Kosten:  € 7,99
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-0-09-955808-8

Die forensische Anthropologin Temperance Brennan wird krank an einen Fall zurückgeholt, der zu einer Cold Case Unit gehört. Dabei stellt sich dann heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen einer Möderin gibt, die vor Jahren Brennan entkommen ist und einem Entführungsfall von einem jungen Mädchen, dass spurlos verschwunden ist.
Ein solider Brennan-Fall, wobei das Hauptaugenmerk auf der Mörderin liegt, die ihr, wie oben erwähnt, vor Jahren entwischt ist. Zumindest denken am Anfang alle dies, weil alles ins Muster passt. Eigentlich ist Brennan ja mehr mit Knochen beschäftigt, als mit Lebenden, aber irgendwie schafft Kathy Reichs es immer wieder, ihr einen aktuellen Fall mit grade erst verstorbenen zuzuordnen. In diesem Fall eher um mehrere Fälle, die nicht aufgelöst wurden.
Ich habe dieses Buch sehr genossen, weil ich einfach Kathy Reichs Stil mag, obwohl der nach dem 7ten Buch, dass ich von ihr gelesen habe, doch sehr durchschaubar ist. Grade, was die Auflösung angeht. Und das Brennan ihre Füße nicht still halten kann und dann doch wieder auf eigene Faust ermittelt. Witzig fand ich auch die Anspielung auf die Serie "Bones", die ja von Kathy Reichs inspiriert wurde.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.  

Rezension: Wandelgermanen von Oliver Uschmann

Wie immer ein paar Zahlen vorab:
Genre:Roman
Seitenzahl: 382
Erscheinungsjahr: 2008
Auflage: ?
Verlag: Fischer
Kosten:  € 8,95
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-596-17248-1

Kurz zur Geschichte: Hartmut hat blind ein Haus auf Ebay gekauft, weil die WG aus ihrem Haus ausziehen müssen (Wieso? Das steht in Teil 2). Und dann stellen sie natürlich fest, dass nix so ist, wie sie es sich vorgestellt hatten (ernsthaft, wer kauft schon ein Haus auf Ebay?!) und das sie gewaltig renovieren müssen und mitten im kleinsten Dorf landen, dass man sich als Großstädter vorstellen kann. Kaum sind sie angekommen, machen sich die Damen aus dem Staub und lassen die Jungs mit den Renovierungsarbeiten zurück. Die Jungs (Hartmut & ich) warten immer auf Herrn Leuchtenberg und fühlen sich teilweise wie wenn sie Passierschein A 38 brauchen. Aber Abhilfe bekommen sie von den Wandelgermanen und dem Wehrsportverein.
Wer die Hartmut & ich - Romane kennt, weiß, dass sie unglaublich skurill sind.
Dieser hier auch. Was mich allerdings gestört hat, war, dass auf einmal die Mädels abhauen, aber diejenige, die sich am meisten Handwerklich auskennt, macht sich einfach aus dem Staub und lässt die beiden da stehen? Das finde ich irgendwie seltsam, zumal Susanne sich auch in Bochum sonst immer um das Handwerk gekümmert hat. Dann noch das "ich" es sich einfach mit sich machen lässt, was Hartmut da abzieht. Und das er nie mit Katharina, seiner Freundin redet, erst dann, wenn es fast zu spät ist. Das hat mich dann doch irgendwie genervt. Das Ende wiederum fand ich total witzig und hat so ein bisschen für mich das Buch gerettet.
Deswegen vergebe ich 3.5 von 5 Sternen